Accio „Harry Potter“!

Heuer ereignete sich im wahrsten Sinne des Wortes ein durchaus magisches Sommerlager. 10 Tage tauchten die Kinder in die zauberhafte Welt Harry Potters ein. Und was ist eines der markantesten Dinge an Harrys Zaubererwelt? – Ganz klar: Hogwarts und seine vier Schulhäuser Gryffindor, Slytherin, Ravenclaw und Hufflepuff. Deshalb passte unser heuriger Lagerplatz auch optimal zum Motto. Der Pfarrhof Strögen im Waldviertel bot uns ein hogwartsgleichendes Schloss mit optimaler Lagerwiese und Gegenheiten.

Nachdem es sich dieses Jahr wieder um ein gemeinsames Gruppenlager handelte, bei dem alle Altersstufen vertreten waren, planten wir ein Großteils stufenübergreifendes Programm.
Am Lagerplatz angekommen, starteten die GuSp, CaEx und RaRo gleich mit dem Aufbau ihrer Zelte und Kochstellen und die WiWö richteten ihr Quartier häuslich ein. Während die Kinder damit beschäftigt waren, den Lagerplatz auf Vordermann zu bringen, widmeten sich einige Führer der Aufgabe, die große Halle für den Abend aufzubauen und zu dekorieren.  Zu diesem Zeitpunkt wussten die Kinder nicht, dass sie noch am selben Abend den wohl magischsten Moment ihres Lebens erleben werden.
Jeder Führer schlüpfte in die Rolle eines Lehrers Hogwarts. Da durften der Schulleiter Professor Dumbledore und sein Kollegium mit McGonnagal, Snape, Pomfrey, Flitwick, Hagrid und viele andere Lehrer natürlich nicht fehlen.
Während die Kinder auf den Einlass durch Professor McGonagall in die Große Halle warteten, platzierten sich die Lehrer an der langen Tafel auf der Bühne.
Als die bald neuen Schüler Hogwarts in die Halle traten, kamen die meisten aus dem Staunen nicht mehr heraus. Lange Banner in den Häuserfarben hangen an der Bühne herab und schwebende Kerzen erleuteten den pompösen Raum. Gedeckte Tische mit Kerzen und Deko, sowie Fackeln und Eulen schmückten den Saal. Doch bevor sich die Schüler an ihre Tische setzen konnten, mussten sie durch den sprechenden Hut in ihre Häuser eingeteilt werden. Im Anschluss gab es eine aufklärende Rede von Schulleiter Albus Dumbledore. Wie im wirklichen Leben Hogwarts, mussten die Schüler Hauspunkte sammeln. Das Haus mit den meisten Punkten, hatte die Möglichkeit den Hauspokal ihr Eigen nennen zu dürfen.
Fürs erste ging es für die Kinder dann aber ab in den Schlafsack, denn schon am nächsten Tag sollte es zauberhaft weitergehen.

Der erste Lagertag startete traditionell mit einer Flaggenparade, doch mit einer kleinen Besonderheit: Der morgendlichen Eulenpost, die die Zeitung „Tagesprophet“

brachte, in der alle wichtigen Ereignisse und Fakten gedruckt waren. Außerdem wurde täglich ein neuer Zauberspruch erlernt.

Im Anschluss an die Flaggenparade ging es mit Hagrid in der Winkelgasse, bei dem die Kinder Krawatten, Zauberstäbe und Flugbesen herstellten. Natürlich musste jeder Zauberer und jede Hexe die richtige Ausbildung in Hogwarts erhalten, deshalb gab es eine tägliche Schulstunde in den verschiedensten Fächern. Angefangen mit Zaubertränke bei Snape, Wahrsagen bei Trelawney, Alte Runen bei Hermine Granger, Verteidigung gegen die Dunklen Künste bei Moody bis hin zu Astronomie bei Firenze.

Die wichtigste Sportart in Hogwarts heißt Quidditch – Ein Ballspiel der besonderen Art.  Natürlich durfte das auch bei uns nicht fehlen. Jedes Haus bewies ihre Ausdauer und Teamfähigkeit in einer fairen Partie Quidditch. Das Siegerhaus Slytherin schaffte es sogar das Lehrerteam zu besiegen.

Ein ganz besonderer Tag war der Kampf im magischen Turnier bei dem die Häuser gegeneinander antreten mussten und nochmals die Chance hatten, reichlich Häuserpunkte zu sammeln um den Hauspokal gewinnen zu können. Insgesamt gab es 16 verschiedene Stationen – eine gefährlicher und tückischer als die andere. Es gab Aufgaben bei denen beispielsweise ein Drachenei gestohlen, die Peitschende Weide überwunden, ein Weg durch den Verbotenen Wald gefunden oder die richtige Rezeptur für das Butterbierbrauen gefunden werden musste. Damit sich die Kinder orientieren konnten, erhielt jedes Haus ein Exemplar der Karte des Rumtreibers. Neben den Aufgaben waren in der Karte auch Socken eingezeichnet. Diese mussten gefunden werden, um die Hauselfen befreien zu können (Was ihnen letztendlich auch gelungen ist ;)).
Auch nachträglich wollen wir noch einmal dem Haus Ravenclaw zu ihrem knappen Sieg gegen die anderen drei Häuser gratulieren. Durch ihr kluges Handeln und ihren Zusammenhalt ist es ihnen gelungen den Hauspokal zu gewinnen.

Natürlich gab es auch das eine oder andere Lagerfeuer. Und was durfte bei einem Lagerfeuer neben Liedern nicht fehlen? – Lagerfeuerbeiträge. Nachdem unsere internationalen Gäste Fleur Delacour von Beauxbatons und Viktor Krum von Durmstrang auf Besuch waren, zeigten sie unseren Schülern einen französischen Tanz und einen traditionellen Stocktanz ihrer Länder, die sie aufführten.

Die WiWö mussten uns leider schon nach 7 Tagen verlassen, doch deshalb war für die anderen Stufen noch lange kein Ende in Sicht. Dem dunklen Zauberer Lord Voldemort ist es gelungen seine Seele in 7 Teile zu spalten und diese in den verschiedensten Gegenständen festzuhalten – den Horkruxen. Um den dunklen Zauberer vernichten zu können, mussten sich die Kinder bei einem zweitägigen Hike auf die Suche nach den Horkruxen machen. Am Ende ist es ihnen gelungen alle zu finden und mit Hilfe eines magischen Feuers diese zu zerstören und somit Lord Voldemort endgültig aus der Welt zu schaffen.

Neben den mottoverbundenen Aufgaben und Stationen gab es natürlich auch typisch „pfadfinderische“ Unternehmungen. Die WiWö erarbeiteten beispielsweise Spezialabzeichen, erkundeten den Bach und machten einen Ausflug in ein Naturbad. Auch die GuSp erarbeiteten intensiv die verschiedensten Spezialabzeichen und lernten das richtige Feuermachen. Die CaEx gingen Fischen und die RaRo verwirklichten einige gefinkelte Lagerbauten. Doch dies war nur ein kleiner Ausschnitt der Unternehmungen der Stufen. Vieles Mehr durften die Kinder noch erleben.

So nahm das wundervolle aber auch sehr anstrengende Lager leider ein Ende. Wir Führer sind sehr froh und stolz, dass wir ein so tolles Lager mit euren Kindern erleben durften und freuen uns alle im nächsten Jahr wieder zu sehen!

Gut Pfad!