Einen längst überfälligen Bericht wollen wir spät aber doch euch nicht vorenthalten. Die Geschehnisse sind lange verarbeitet, doch werden die Erinnerungen an jene abenteuerreichen Tage im Mai schnell wieder wach werden …..

Pfingstlager der WiWö und GuSp fand heuer rund um das Pfadfinderheim in Kritzendorf statt, das entlegen in einem kleinen, verschlafenen Tälchen einen ruhigen Platz für uns bereithalten sollte. Wie es jedoch oft so ist kam alles anders als geplant: Kaum war unser Trupp am Lagerplatz zusammen getroffen, polterte eine Patrouille englischer Wachsoldaten mit Schild, Schwert und Trommelwirbel den Weg entlang und brachte alle in Aufruhr. Der Spuck war bald vorüber doch damit nicht genug. Nachdem die Zelte aufgebaut waren und das Lagerleben endlich beginnen konnte tauchten plötzlich von allen Seiten grün gekleidete Waldgestalten auf und trieben uns in einem Kreis zusammen. Will Scarlet, der sich ihr Anführer nannte, versuchte uns in gebrochenem Deutsch eine scheinbar wichtige Mitteilung zu machen. Wir befänden uns im Sherwood Forest, müssten uns ihnen anpassen um überleben zu wollen und irgendetwas vom Sheriff von Nottingham und finsteren Zeiten. Da wir nun kaum ein Wahl hatten teilten wir uns in Gruppen auf und begannen mit den Arbeiten die uns zu richtigen Siedlern im Sherwood Forest machen würden: Es mussten Schmuckgegenstände zum Tausch gegen Essen angefertigt, ein Tisch gebaut und Kleidung für das Leben im Wald geschneidert werden. Am Abend saßen dann lauter, kleine grüne Gestalten um das Lagerfeuer und gemeinsam mit Will Scarlet und seinen Freunden wurde musiziert und gelacht.

Die Freude hielt jedoch nicht lang denn abermals tauchten Wachen auf, postierten sich recht einschüchternd vor uns und beschlagnahmten den überschüssigen Schmuck denn wir gerade erst gemacht hatten. Die Steuern an den Sheriff hieß es und schon waren sie weg.

Die Verzweiflung war uns in die Gesichter geschrieben als plötzlich wieder eine Gestalt aus der Finsternis auftauchte: Robin Hood! Er bat uns sofort seine Hilfe an und erzählte von einem Goldtransport der sich dieser Tage durch die Länder bewegte und bald seinen Weg durch dieses Tal finden würde. Er hatte schon einen Plan wie er diesen Transport um seine schwere Last erleichtern würde doch bräuchte er hierfür auch unsere Hilfe. Als Gegenleistung würde er uns zu echten Waldmenschen ausbilden und die Beute teilen.

Am nächsten Morgen, kurz nach einem kräftigenden Frühstück begann die Ausbildung: Es wurden Bogen aus Haselnussstöcken gebaut, die Anfertigung von Schrift und Siegel des Sheriffs gelernt, ein Waldparkour auf Seil und Boden bewältigt und die Gegend erforscht um alle Verstecke und Geheimwege durch den Wald zu lernen. Am Abend gab es erneut ein großes Lagerfeuer und alle freuten sich bei Steckerlbrot und Bratwurst auf den heran nahenden Morgen, denn in der Früh würde der Goldtransport durch den Sherwood Forest kommen.

Frisch ausgeruht und guter Dinge teilten sich am nächsten Tag die jungen Waldläufer in der Gegend auf und warteten auf den bewachten Transport. Als dieser endlich am Hügel erschien musste alles nach Plan laufen: So mussten die Auskundschafter das Startsignal geben, ein Losungswort belauscht, ein Ablenkungsmanöver inszeniert, die Goldkiste gegen eine Steinkiste ausgetauscht und der Goldtransport durch eine gefälschte Nachricht auf eine andere Strecke umgeleitet werden. Am Ende hatten wir das Gold und mussten mit einer Goldtransport-Attrappe und zwei als Wachen verkleideten GuSp eine Brücke überqueren wo eine stark bewaffnete Wache auf das Erscheinen des Transports wartete. Da die verkleideten Waldmenschen alles bei sich hatten um sich als der richtige Goldtransport ausgeben zu können bemerkten die Brückenwachen nichts von dem Trick. Zurück am Lagerplatz konnten wir unserer Freude endlich freien Lauf lassen und Robin Hood dankte allen seinen Gehilfen. Das Gold würde er nun den rechtmäßigen Besitzern wieder zurückgeben.

Für die jungen Waldmenschen war das aber noch nicht das Ende, denn bald würden die Wachen von dem Diebstahl erfahren und sich das Gold wieder zurückholen wollen. Deshalb hieß es eiligst die Zelte abbauen, zusammenräumen und den Lagerplatz verlassen um woanders, womöglich tiefer und noch besser versteckt im Wald von der Willkür des Sheriffs in Sicherheit zu sein. Als die Wachen und der Sheriff dann tatsächlich auftauchten fanden sie eine leere Wiese vor und die jungen Waldmenschen waren längst über alle Berge. Dort denken sie womöglich noch lange an diese spannenden Tage die ihnen Robin Hood und seine Freunde gebracht hatten.

Bericht: Markus Schartner

 

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