Weidling, Kammersberg, Birnbaumwiese. Das diesjährige GuSp Pfingstlager der Gruppen Weidling und Klosterneuburg 1, vom 3. bis 5.Juni, stand im Zeichen seltsamer, Ei-ähnlicher Begebenheiten. Nicht nur dass die tapferen GuSp nach stundenlangem Marsch durch Brennnessel- und Brombeerfelder ordentlich eingeregnet wurden mussten sie auch noch rohe Referenzeier mit sich herumschleppen und das symbolische Eiertor durchschreiten. Warum? Das wusste zu dem Zeitpunkt wohl keiner so genau. Auch als am nächsten Morgen die erste Begegnung mit zwei Abgesandten des mysteriösen Eiervolkes (nach eigenen Angaben Zwillinge, aber eher 2-bis 3 eiige…) stattgefunden hatte wurden die Fragezeichen über den Köpfen der GuSp und Führer nicht kleiner: Wer war dieses Eiervolk, wo kam es her und warum schlü pfte es aus Eiern die kurz vor dem Brüten scheinbar Füße bekommen? Alles Kopfschütteln half nichts – um das Eiervolk vor dem sicheren Untergang zu retten mussten die verschollenen Prinzeneier gefunden und ausgebrütet werden.

Nachdem die erste morgendliche Expedition – die GuSp mussten mit Kompass die angrenzenden Wälder nach Eiern durchsuchen – erfolglos zu Ende ging, konnte am Nachmittag nach einer vernünftigen Stärkung das Nest der Prinzeneier entdeckt werden. Mit der richtigen Seiltechnik waren diese schnell geborgen und beim Bau der wärmenden Brutkästen brach bei so manchen Patrullen die Liebe zum Detail aus. Trotz aller Merkwürdigkeiten wurde die Stimmung und Laune aller Beteiligten immer besser und konnte auch nicht durch einen kräftigen, abendlichen Hagelsturm (mit weißen eiförmigen Kühlakkretionen) gedämpft werden. Im Gegenteil, kaum eine Stunde nach dem schweren Wetter saßen alle gemütlich um ein mit vereinten Kräften penibel herangezüchtetes Lagerfeuer und sangen fröhlich Pfadfinderlieder.

Der Sonntagmorgen brachte dann (kaum mehr) eine Überraschung: Angeregt von selbst komponierten Brutliedern waren 4 Prinzen geschlüpft und forderten alle das Recht auf den Thron. Damit es zu keinen Streiter-Eiern kam lösten die Pfadfinder wieder einmal das Problem mit einem kleinen Spielchen und schlussendlich waren alle glücklich. Man konnte den GuSp und Führern die Traurigkeit richtig ansehen als es nach dem Abbau des Zeltplatzes wieder hinab ging in das normale Leben. Was bleibt ist das g ute (etwas Ei-genartige) Gefühl ein Volk vom Aussterben bewahrt zu haben und die Erinnerung an ein wunderbares, feucht-fröhliches Lager.